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RU 10/2006 - IRAK, FRANKREICH, LITAUEN


- IRAK: Die Vatikan-Agentur ZENIT berichtete am 3. März, daß der Bischof von Kirkouk in Irak, Mgr Louis Sako, nach der Explosion der Kuppel der goldenen Moschee von Samarra (schiitische Moschee) vom 22. Februar, erklärt hat dass die Katholiken sich aus Solidarität entschieden hätten, eine Kollekte zu organisieren, um finanziell an dem Wiederaufbau dieser berühmten mohammedanischen Moschee teilzunehmen. Mgr Sako sagte, daß er die islamischen Oberhäupter besucht habe, um ihnen seine 'totale Solidarität' in der Angelegenheit der Zerstörung der Moschee von Samarra zum Ausdruck zu bringen. Der Verband UNEC, der schon seit 14 Jahren mehrfach Sammlungen organisierte, um finanziell katholischen Pfarreien in Notsituation im Irak zu unterstützen (insbesonders 5700 Euros im Jahre 2005), fragt sich, ob künftige Hilfssammlungen noch sinnvoll sind, wenn die katholischen Bischöfe im Irak sie zur Rekonstruktion von Moscheen umdestinieren. -(ru; vgl. ZEN 3.3.)

 

- FRANKREICH: Revolte in der Vendee? In Rocheservière, einem Kanton von 10.000 Seelen 40 km südlich von Nantes, spielt sich zwischen dem Pfarrer der dortigen Kirche und einem großen Teil der Bevölkerung ein harter Kampf ab. Es war eine beschlossene Sache, der Pfarrer sollte den alten Hauptaltar wegsetzen, um 'für die Zeremonien der heutigen Liturgie mehr Raum im Chor zu schaffen', und der Stadtrat hatte mit nur einer Gegenstimme zugestimmt. Aber dies geschah, ohne mit einer Reaktion seitens der Katholiken zu rechnen. Diese versammelten sich am Dienstag 7. März mit 70 Leuten, darunter viele 'Älteste', um dieses Projekt energisch anzugreifen. Während der Versammlung flogen die Kommentare hoch: "Vor zehn Jahren hing uns jemand im Bürgermeisteramt das Kreuz ab, heute ist es der Pfarrer, der uns den Altar aus der Kirche wegnimmt!", "Wenn sie den Altar anrühren, geschieht dies, um Tabernakel und Kreuz zu entfernen!", "Wartet nur, wenn sie das machen, werden wir den Kirchenpfennig reduzieren", "Übrigens, wohin sind eigentlich der Kelch und die Monstranz aus Gold verschwunden, die wir seit 10 Jahren nicht mehr gesehen haben?", und ein Ältester zum Abschluss: "Das Fass ist voll! Wenn das so weitergeht, müssen wir wohl die Sensen wieder herausholen, wie in 93" (d.h. 1793, als sich die Vendée gegen die revolutionäre Republik erhob!) - Am gleichen Abend schrieben alle versammelten Leute einen Brief an den Bischof und baten ihn, sich persönlich in diese Angelegenheit "des religiösen und emotionalen Erbes" einzuschalten, mit 70 Unterschriften. Der Pfarrer hatte nicht gewagt, zu dieser Versammlung zu kommen. Zwei Tage später unterschrieb der Bürgermeister der kleinen Stadt, Herr Alain Leboeuf, eine Aufschiebung des Projektes, denn der technische Dienst der Stadt war mit der Zerstörung des Hauptaltars beauftragt worde. Im Jargon des Pfarrers sprach man nett von einem Projekt der 'Verlagerung des Altars', wobei er präzisierte, daß "alle Bestandteile des Altars woanders in der Kirche wiederverwendet würden, zum Beispiel für die Stufen u.s.w." - Ist die katholische Seele der Vendée wiedererwacht? Gott gewähre es! - (ru, vgl. O.F. 9.3.)

 

- LITAUEN: Nachstehend ein Auszug aus einem Brief, der kürzlich von der Delegierten des Verbandes UNEC aus Litauen ankam. "Unser Waisenhaus in Vilnius arbeitet weiter, aber jedes Jahr gibt es mehr Probleme mit den Kindern... und mit dem Geld. Wir hatten weniger Probleme, als wir in der UDSSR waren. Die Regierung tut nichts, um die Probleme der Bevölkerung zu lösen. Sie denken nur daran, von der Europäischen Union möglichst viel Geld zu erhalten, für ihre eigenen Taschen. Wir haben keine Zukunft. Wir versuchten, der UDSSR zu entkommen, aber in der E.U. ist das Leben noch härter. Es ist traurig, aber Stalins' Plan 'Jeder wird die gleiche Sprache sprechen und wird im gleichen Land leben', ist dabei, durch die Europäische Union verwirklicht zu werden. Überall findet man die englische Sprache: in den Zeitungen, Liedern, Computern... und bald werden wir die gleiche Währung haben, den Euro. Wir kleineren Länder werden in der 'grossen Herde' untergehen. Mein Sohn kaufte eine neue Wohnung, weil er stark engagiert in einer amerikanischen pharmazeutischen Firma arbeitet, was ihm ein besseres Gehalt verschafft. Aber dies brachte ihm kein Glück. Er liess sich bereits zweimal scheiden, hat keine Kinder und lebt jetzt allein. Dabei ist er schon 40 Jahre alt... "-- Natürlich mussten Stalin, Hitler und die anderen Monster eliminiert werden. Aber, wie es schon vor zwanzig Jahren im französischen Fernsehen vor einer verstummten Gruppe von Journalisten die alte Mutter von Galeazzo Ciano, dem Außenminister von Mussolini, treffend gesagt hat: "Haben wir seitdem vielleicht Bessere gesehen?" - (ru)

- - O.A.M.D.G. - -



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