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RU 27+28/2010 - OKZIDENT, TOURS


- OKZIDENT (ru - 19. Juli 2010) : Hocherfreuliche Nachricht, die Piusbruderschaft, gegründet von Erzbischof Marcel Lefebvre, erweitert sich dieses Jahr um 24 Neupriester, von denen 8 am 19. Juni in Winnona/USA geweiht wurden, 3 am 26. Juni in Zaitzkofen/BRD und 9 am 29. Juni in Econe/Schweiz, und 4 weitere Neupriester wurden für Ende dieses Jahres angekündigt. In den übrigen Instituten der Tradition wurden dieses Jahr geweiht: 3 Priester in Florenz/Italien im Institut Christ-König; 5 Priester im Juni in Wigratzbad/BRD für die Bruderschaft Sankt Petrus, und 6 weitere wurden bereits im Mai dieses Jahres in den USA geweiht; und 1 Priester in Bordeaux für das Institut vom Guten Hirten. Die Piusbruderschaft konnte somit ihre Position in der Kirche als der wirkliche Leader der ganzen Tradition bestätigen, eine Tradition, die zu Unrecht in Rom "als außerordentlicher Ritus" verkannt wird , wobei wir alle wissen, dass es in der Kirche seit 12 Jahrhunderten nichts Ordentlicheres und Normaleres gab als die gregorianische Heilige Messe. Außerordentlich sind eher die extravaganten modern(istisch)en Messen, die von den konziliären und post-konziliären Bischöfen nicht nur toleriert, sondern forciert werden, eine Politik, die im Kirchenvolk eine Massenapostasie und die endgültige Entfernung von fast allen Gläubigen zur Folge hatte (heute gehen nur noch 3 % der getauften französischen Katholiken zur Sonntagsmesse). Äußeres Zeichen dieses Niedergangs: die Anzahl der in Frankreich geweihten nicht-traditionalistischen Priester fiel dieses Jahr auf 83, die niedrigste Anzahl seit der Französischen Revolution. In 45 französischen Diözesen gab es dieses Jahr keinen einzigen Neupriester. Dieses Bild wird noch dunkler, wenn wir an die Schäden denken, welche durch einige wenige päderastische Priester und die darauffolgenden öffentlichen Reuebezeigungen, die pausenlos von Rom und einigen Bischöfen formuliert werden, hervorgebracht wurden. In den USA dauert dieser Kampf gegen die Kirche, der weitgehend durch die Diener Gottes selbst geführt wird, bereits seit 15 Jahren an. Mehrere amerikanische Diözesen wurden zu finanziellem Konkurs und Schließung gezwungen, insbesondere aufgrund der zahlreichen Prozesse gegen päderastische Priester, wo die wahren oder falschen „Opfer“ systematisch im Durchschnitt eine Million Dollar für Schäden und Kompensierung pro Opfer fordern und gerichtlich erhalten. Dieser Sturm von Gerichtsurteilen fängt in Europa gerade erst an und wird wahrscheinlich das aktuelle kirchliche System auf die Knie zwingen. Jedes Mal, wenn ein Bischof, oder sogar der Papst, sich für „schuldig" erklärt und sich reuevoll an die Brust schlägt, erspähen Hunderte von schlechten Menschen leichten Gewinn und machen sich daran, den letzten Rest der sichtbaren Kirche zu zerstören, nur um zig-tausende von Dollars oder Euros einzukassieren. Der große Schuldige: die Bischöfe des II. Vatikanischen Konzils, die - in der Suche nach starken Gefühlen bei fortgeschrittenem Alter - ein anderes Evangelium erfanden als das von Jesus Christus und Seiner immerwährenden Kirche, ein Evangelium von Gitarren und windigem Media-Marketing. Das sollte eines Tages eindeutig festgestellt werden, indem dieses Konzil mit dem Bann belegt wird, wie dies schon in der Kirchengeschichte geschehen ist. Aber dies wird zu spät sein. Die Neu-Evangelisierung Frankreichs und ganz Europas ist nunmehr eine unumgängliche Notwendigkeit. Der Herrgott hat begonnen, uns viele neue Berufungen für dieses große neue Aufgabe zu schenken: sie tauchen unter unseren Augen in der Tradition auf. Aber da die Evangelisierung eines Landes selten weniger als zwei oder drei Jahrhunderte andauert, sollten wir uns auf lange Zeiträume von harter Arbeit, Blut und Martyrium vorbereiten, und sogar auf eine offenbare Eklipse der Kirche. Das ist wohl das wahre 3. Geheimnis von Fatima, welches ein furchtsamer Klerus uns vorenthalten will. Aber „dann wird Mein Unbeflecktes Herz siegen", kündigte die Allerseligste Jungfrau Maria an. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen wir nicht nur Widerstand leisten, sondern säen, kämpfen, leiden und sterben, auf dass der gute Samen des Reiches Gottes erneut auf dieser guten französischen Erde wachsen kann.

- TOURS (ru - 19. Juli 2010) : Die Sommeruniversität der Vereinigung Renaissance Catholique, die vom 11. bis 14. Juli 2010 in Tours tagte, zeichnete sich wie jedes Jahr durch hervorragende Redner aus, die mit ihren Referaten vor einem Publikum von rund 250 Personen das Thema der "nationalen Identität" behandelten : Jean Vallier, Christophe Dickes, Michel de Jaeghere, Philippe Conrad, Anne Bernet, Hilaire de Cremiers, Marie-Françoise Ousset, Maxence Hecquard, Claude Rousseau, Jean-Yves Le Gallou, Arnaud Jayr, Henry de Lesquen, Bruno Gollnisch, und natürlich der Präsident der Renaissance Catholique Jean-Pierre Maugendre. Alles gut und fein, aber trotzdem eine kritische Anmerkung. Auf diese zentrale Frage der nationalen und europäischen Identität, welche in ihren Fundamenten durch die massive nicht-christliche Einwanderung bedroht ist, gelang es dem Kongress nicht, klar die einzige katholisch mögliche Antwort zu geben, die weder in der utopischen Ausweisung der islamischen Einwanderer besteht, noch in ihrer unerreichbaren Integration, sondern in deren Evangelisierung. Schon der Hauptreferent bezüglich dieser Einwanderungsfrage, Herr Jean-Yves Le Gallou, ein bekannter Agnostiker, konnte nichts anderes predigen als was seit 30 Jahren der Front National von Jean Marie Le Pen hinausposaunt: eine rein politische Lösung, die völlig undurchführbar ist und auf der Wiedererlangung der nationalen Souveränität und eine strikte Anwendung einer nationalistischen Politik basiert. Der Vortragende vergaß - oder ignorierte -, dass nur Jesus Christus die erforderlichen Einheit bringen kann. Es gibt keinen anderen wahren Frieden als den der Kinder Gottes. Pater Maurice Avril forderte bereits vor ca. fünfzehn Jahre, in seinem Buch "Der zwölfte Kreuzzug“, die Evangelisierung der Muslime, eine eminent französische Aufgabe, da nur die Franzosen aufgrund ihrer Geschichte, ihrer Affinität und ihrer Mission in der Lage sind, die schwierige arabische Welt zu verstehen. Laut Pater Maurice Avril gab Gott Frankreich drei Gelegenheiten zur Erfüllung dieser hervorragenden Mission: zuerst die Kolonialzeit, aber bei dieser Gelegenheit haben die Bischöfe aus niedrigen Gründen der ‚raison d’Etat’ auf die Evangelisierung der Muslime verzichtet; dann die Epoche der christlichen Harkis, die in den 60er Jahren aus Nordafrika nach Frankreich flohen, aber zu jener Zeit wollte keine französische Pfarrgemeinde diese Leute in ihren Gemeinschaften akzeptieren; und schließlich, sagte Pater Avril, hat Gott die Muslime in jedes unserer Treppenhäuser eingebracht, aber niemand von uns denkt daran, sie zur Konversion zu führen, im Gegenteil. Doch dies ist unsere letzte gottgegebene Chance: entweder beginnen wir ernsthaft mit der Evangelisierung der Muslime in Frankreich, oder wir zerfallen in Bruder- und Bürgerkriege. Unsere Schicksale sind fortan miteinander verbunden. Dies alles hätte man bei Renaissance Catholique diskutieren sollen, anstatt sich den Bauchnabel mit Geschichten aus der Vergangenheit zu reiben bzw. dem Islam mit rein politischen und heidnischen politischen Utopien entgegenzutreten. Laut Informationen aus den Diözesen konvertieren nur 150 bis 200 Muslime jedes Jahr in Frankreich zum Christentum, d.h. ungefähr 0,001 % des muslimischen Massen in Frankreich. Die Initiativen der offiziellen Kirche in Frankreich zur Konversion der Muslime sind praktisch gleich null, und dies ist logisch, wenn man nur "Dialog, Präsenz, Solidarität, Entgegenkommen und Zuhören" predigt. Welche Diözese oder Vereinigung schreibt die Evangelisierung der Muslime auf ihr Programm? Unserer Kenntnis nach tut dies nur ‚Radio-Silence' (www.radio-silence.org ), in Gestalt einer monatlichen Programmsendung "Die Frohe Botschaft für die Muslime". Wo sind die anderen Organisationen? Angesichts der Muslime kritisieren sie alle, aber niemand wagt es, ihnen Christus zu bringen. Von zwei Dingen eins: entweder glauben wir nicht, oder wir haben Angst. In beiden Fällen bedürfen wir einer ernsthaften Umkehr zu Gott.

-  O.A.M.D.G.  -



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