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RU 03/2006 - CHINA, POLEN


- CHINA: Mangels guter Nachrichten, nachstehend zumindest eine schöne Nachricht. Es scheint, daß der älteste katholische Priester der Welt, 108 Jahre im Jahr 2005, in der Trappistenabtei "Unsere Liebe Frau von der Freude" auf der Insel Lantao im kommunistischen China lebt, nur wenige Kilometer entfernt von dem neuen internationalen Flughafen von Hongkong. Sein Name ist Pater Nicolas (Nicolas Kao Se-tsean). Er wurde im Jahre 1897 in der Provinz Fujian geboren und im Jahre 1933 zum Priester geweiht. Nach der Vertreibung durch die Kommunisten war er zuerst in Taiwan als Missionar tätig, später in Malaysien. Im Alter von 75 Jahren trat er in das Trappistenkloster auf der Insel Lantao ein, als diese noch Teil der englischen Kronkolonie war. Mit 100 Jahren konnte er die ewigen Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams ablegen. Am 12. November 2005 war er sogar kräftig genug, um nach Taiwan zu reisen und die Priesterweihe seines Grossneffen, der auch Trappist ist, mitzufeiern. - Diese schöne Nachricht wurden am 30. Dezember 2005 durch die Nachrichtenagentur KATHPRESS in Deutschland verbreitet. Am folgenden Tag liess ein bayrischer Pfarrer folgendes wissen: "Die Frage, ob der älteste katholische Priester in China lebt, sollte genauer untersucht werden. Im Kloster bei Hegne, in der Nähe von Konstanz in Deutschland, lebt ein Priester namens Pater Konrad Fuchs. Er erreichte auch das Alter von 108 Jahren im Jahre 2005, und zwar am 15. Oktober. - Es gibt anscheinend Wettrennen, die nicht ausschließlich für Jugendliche reserviert sind ! - (ru; vgl. KP 30.12., SJN 31.12.)

 

- POLEN: Seit dem Tod von Johannes-Paul II geht in Polen alles durcheinander. Bei Solidarnosc brüllt man sich an, in der Kirche schließt man sich aus. Und jetzt schaltet sich sogar der Vatikan ein. Kommen wir zu den Fakten. Solidarnosc: der charismatische ex-Leiter der Gewerkschaft Solidarnosc, Walesa, 61, hatte bei den Feiern des 25. Jahrestages der Gründung von Solidarnosc am 31. August in Gdansk keine bessere Idee als seinen Austritt aus der Bewegung für "nach den Feierlichkeiten" anzukündigen. Er rechtfertigte sich wie folgt: "Die Gewerkschaft veränderte sich so sehr, daß wir nichts mehr gemeinsam haben." Tatsächlich hörte er auf, für seine Mitgliedschaft über Ende August 2005 hinaus weiterzubezahlen. "Es geht für mich darum, herauszustellen, was uns trennt. Mit Sicherheit war es notwendig, die Gewerkschaftsmethoden abzuändern, um an der Regierung von 1997 bis 2001 teilzunehmen. Man muss es meistern, eine Seite umzudrehen, um nicht Gefangener seiner eigenen Siege zu werden." Der historische Leiter der Gewerkschaft - und ex-Präsident von Polen - will von nun an in einer größeren Bewegung arbeiten, um "für mehr Solidarität innerhalb der Europäischen Union" zu wirken. Bei der Messe, die in der Kirche der Heiligen Brigitte in Gdansk am Jahrestag der Gewerkschaft gefeiert wurde, fasste der frühere Geistliche der Bewegung, Pater Jankowski, die letzten Entwicklungen innerhalb der E.U. krass zusammen: "Einige sind auf der Strassenseite vergessen worden; zum grössten Teil waren es die Mittellosen, die den Preis dieser Reformen zahlen mussten.". Und er fuhr fort: "Es ist erschreckend zu sehen, was heute praktiziert wird, um uns Gesetze aufzuzwingen, die in der Stille ministerieller Kabinette von Freimaurer-Politikern, von .... (zensuriert) Bankiers und von atheistischen Sozialisten, die dem Katholizismus feindlich gegenüberstehen, zusammengebraut werden. Der Kampf geht weiter, weil wir immer noch nicht frei sind!" Unmittelbare Reaktion von Walesa nach diesen mutigen Worten des Kaplans: "Wenn er sich als Gefangener fühlt, kann ich nichts für ihn tun. Was mich anbetrifft, bin ich ein freier Mensch!" Dies zeigt deutlich die "politisch korrekte" Geistesverfassung von Walesa, der nunmehr bereit ist, in einem Sitz Erster Klasse auf der Regatte E.U zu segeln. Der edle Herr hat es sich in der Demokratie, dem Kapitalismus, und der Europäischen Union gemütlich gemacht, so sehr, dass er seine alten Kollegen und Freunde, die ihrerseits finden, dass sich außer der Überschrift nichts veränderte, nunmehr im Stich lässt. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass Herr Walesa in einem parallelen Vorgang den Sender Radio Maryja des Redemptoristenpaters Rydzyk, der total gegen die Europäische Union eingestellt ist, heftig angriff: "Sie instrumentalisieren die Religion und missbrauchen den guten Willen von vielen Gläubigen und ihre Liebe zu Maria!" Er zögerte nicht, noch weiter zu gehen: "Geben Sie dem Gründer von Radio Maryja, Pater Tadeusz Rydzyk, keinen einzigen Heller mehr!" und: "Das ist doch nur ein Klub atheistischer Kirchgänger!" Er schloß mit den Worten, dass "all dies ein Ende nehmen muss!" - Das Ende, geschürt von vielen polnischen Bischöfen, die eine diametral entgegengesetzte Einstellung gegenüber dem kämpferischen Radio Maryja haben - und zudem im Vatikan gut eingeführt sind - liess nicht lange auf sich warten. Am 10. Januar 2006 warnte der apostolische Nuntius in Warschau nachdringlich Radio Maryja und Pater Rydzyk in einem Kommuniqué. Ohne den Pater und sein Medien-Reich direkt zu nennen (Radio, Fernsehen, Tageszeitung, Verlag, Journalistenschule...), erklärte der Nuntius als "illegal und schädlich für die Kirche" die "institutionellen Aktivitäten von bestimmten Mitgliedern des Klerus, die ohne Genehmigung ihrer Hierarchie handeln". Der Nuntius kündigte "Strafen laut dem Kanonischen Recht" an. Die 3 Millionen Hörer von Radio Maryja in Polen sind entsetzt. Eroberte die "politisch und religiös korrekte" Clique im Episkopat - und Lech Walesa - den Vatikan? Kardinal Glemp, Primas von Polen, ging noch ein Stück weiter: er klagte Pater Rydzyk an, "die Kirche in den Untergang" zu führen. Er sagte wörtlich: "Durch das Aufrechterhalten von Devotionen aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg (er vermied den Ausdruck: vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil) und durch eine Auswahl in der modernen (!) Lehre der Kirche, provoziert er Spaltungen unter den Gläubigen, den Priestern und den Bischöfen"(!). In der Tat, die Strenge im moralischen Verhalten, die von Radio Maryja verbreitet wird, das Gebet des täglichen Rosenkranzes, die tägliche Zelebration der Messe sowie die absolute Ablehnung der Abtreibung weckte eine gewisse antiklerikale Strömung in Polen. Für den Episkopat ist das der absolute Horror, der auf alle Fälle zu vermieden ist. Aha, man könnte fast denken, man wäre in Frankreich, oder sogar bei Radio-Silence (www.radio-silence.org). - (ru; vgl. LF 11.1., EdM 129).

 

 

- - A.M.D.G. - -



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