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RU 02/2006 - VATIKAN, ÖSTERREICH


- VATIKAN: Unser Heiliger Vater Benedikt XVI empfing am Montag 16. Januar um 11 Uhr im Vatikan eine große jüdische Delegation, die von dem neuen Oberrabbiner von Rom, Riccardo Di Segni, angeführt war. Der Empfang durch den Papst war mehr als freundlich: "Illustrer Oberrabbiner, werte Freunde, Shalom!", waren seine ersten Worte. Der Papst drückte sprach von seiner besonderen Sorge in Bezug auf das Erscheinen von "neuen Zeichen von Antisemitismus und Rassismus" (der Rassismus gegen die Christen und vor allem gegen die Babies scheint niemanden zu interessieren; hätten diese barbarischen Verhaltensweisen des 'modernen' Menschen nicht vornehmlich gegenüber diesen illustren Besuchern, die diese Verhaltensweisen unterdrücken oder zumindest zur deren Unterdrückung beitragen können, besonders hervorgehoben und erklärt werden sollen?). In dieser Besorgnis versicherte er der jüdischen Gemeinde von Rom: "Die Katholische Kirche steht Ihnen zur Seite und ist Ihr Freund. Ja, wir lieben Sie, und wir sind, wegen der Väter, unfähig, Sie nicht zu lieben: dank den Vätern sind Sie für uns unsere lieben und vorgezogenen Brüder", womit der Papst an den berühmten Besuch von Johannes-Paul II in der Synagoge von Rom im Jahre 1986 sowie an seinen eigenen Besuch in der Synagoge von Köln anlässlich des WJT im August 2005 - wo ihn nicht nur die Juden von Köln empfingen, sondern auch Kardinal Lustiger, ehemaliger Erzbischof von Paris - anknüpfte. Der Papst unterstrich die gemeinsame Mission von Juden und Christen: eine Mission der Solidarität und der Übermittlung des Dekalogs an die jungen Generationen, um "zum Heil aller Völker" zu kooperieren. Der Papst setzte fort: "Die Nöte und die Herausforderungen sind in Rom und in der Welt so zahlreich, daß sie uns vorantreiben, unsere Hände und unsere Herzen für Initiativen wahrer Solidarität zu vereinigen, um tzedek (Gerechtigkeit) und tzedekah (Wohltätigkeit) auszuüben". - Dann ergriff der Oberrabbiner das Wort, um den Papst einzuladen, "wann er wolle" die große Synagoge von Rom zu besuchen, d.h. jene, die Johannes-Paul II im Jahre 1986 besucht hatte. - Im Gegenzug möchten wir hier in aller Einfachheit die Worte, die Petrus, der erste Papst der Katholischen Kirche, an die Juden von Jerusalem gerichtet hatte: "Männer von Israel, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, verherrlichte seinen Diener Jesus, den Ihr ausgeliefert habt und vor Pilatus, als dieser entschlossen war, ihn freizulassen, bevorzugt habt. Aber Ihr, Ihr habt den Heiligen und Gerechten angeklagt, Ihr habt die Begnadigung des Attentäters gefordert und habt den Prinz des Leben sterben lassen. Gott weckte Ihn vom Tode auf: darüber sind wir Zeugen... Aber, Brüder, ich weiß, daß Ihr aus Unwissenheit gehandelt habt, und desgleichen Eure Chefs... Bereuet und bekehrt Euch, damit Eure Sünden ausgetilgt werden und Gott die Zeit der Erlösung kommen lässt!" (Ap. 3.12-20). Und wiederum: "Bereuet Euch, und möge jeder von Euch sich im Namen Jesu Christi zum Nachlaß seiner Sünden taufen lassen, und Ihr werdet die Unterstützung des Heiligen Geistes erhalten!" (Ap. 2.37) .- Dies waren die Worte des ersten Papstes an die Juden von Jerusalem. Nichts von alledem, nicht einmal eine Anspielung, in den Botschaften des 264. Papstes an die Juden von Rom, von Köln und aus aller Welt. Es ist wahr, daß Benedikt XVI, in Anspielung an Johannes-Paul II, der Tausenden von jungen Mohammedanern in Marokko zugerufen hatte: 'Seid noch intensiver Mohammedaner!', der Delegation nicht 'Seid noch intensiver Juden!" zugerufen hat. Aber hat man das Recht, den Hungrigen Steine zum Essen zu geben? Wenn die Bekehrung für die Juden eine so unausweichbare Notwendigkeit ist, wie es der heilige Petrus sagt, erscheint es wohl notwendig, daß jemand es ihnen sagt? Und wer kann dies besser sagen als der Apostel unter den Aposteln, der Papst selbst? - Wir gewöhnliche Christen, beten mit unserer Heiligen Mutter der Kirche, wie sie es ganz besonders am Karfreitag tut, für die Bekehrung der Juden zu U.H. Jesus Christus. Wir haben keine Angst davor, im Gegenteil, wir haben hierzu eine heilbringende und frohe Verpflichtung. - (ru; vgl. ZEN 19.8.2005 und 16.1.2006)

 

- ÖSTERREICH: Mutiger scheint der Weihbischof Mgr Andreas Laun von Salzburg zu sein. Er warnte am 9. Januar in einem Interview an den KURIER, in Bezug auf das Problem der massiven Einwanderung nach Österreich, dass der Stephansdom in Wien eine Moschee werden könnte. "Das kann schneller gehen, als man glaubt. In Konstantinopel, wie Instanbul früher hiess, hat sich auch niemand träumen lassen, dass die Hagia Sophia je eine Moschee werden könnte. Sie war jahrhundertelang eine der prachtvollsten Kirchen". - Der Direktor der Caritas von Wien, Herr Michael Landau, kritisierte diese Aussagen von Mgr Laun sofort: "Ich halte das Schüren von Ängsten für den völlig falschen Weg. Es handelt sich hier um eine persönliche Einzelmeinung des Salzburger Weihbischofs, seine Aussagen sind für mich in keiner Weise nachvollziehbar. Die kirchliche Linie ist die des Gesprächs." Antwort vonseiten des Bischofs: "Michael Landau hat nicht genau genug hingehört: Erstens ist eine Warnung ein Dienst am Gemeinwohl und kein 'Schüren von Ängsten'. Zweitens: nicht die Migration ist die Gefahr, sondern die Selbstzerstörung der Österreicher, indem sie die Kinder zurückweisen. Meine Wortmeldung richtet sich nicht gegen die Ausländer und nicht gegen den fairen Dialog, sondern gegen unser eigenes Verhalten, das man nur selbstmörderisch nennen kann - und endlich so nennen sollte. Erst angesichts dieser Situation kann die Einwanderung zur Gefahr werden - eine Gefahr, die eigentlich von uns selbst ausgeht. Es ist nur dann keine 'Gefahr', wenn man Österreich nicht liebt und wenn jemand meint, das Verschwinden des Christentums sei kein Übel. Dann braucht man von dieser Entwicklung auch nicht mehr zu warnen, sondern darf sich begnügen, gleichgültig zuzuschauen." Und er fügte hinzu: "Wenn Herr Landau damit sagen wollte, ich sei mit diesen Überlegungen allein, irrt er sich. Es sind viele, viele Menschen, die mir dankbar zurufen: endlich spricht jemand aus, was wir denken und erleben." - Bravo, Monseigneur! Hoffen wir, daß er nicht demnächst von Papst Benedikt XVI öffentlich kritisiert wird, wie dies in diesen Tagen Radio-Maria in Polen passierte, das von Pater Rydzyk geleitet wird, der ähnliche Ideen vertritt. - (ru; vgl. SJN 11.1.2006)

 

 

- - A.M.D.G. - -



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