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RU 45/2007 - AMIENS/FRANKREICH


AMIENS/FRANCE: Eine grössere Gruppe von Katholiken, die sich der Tradition (FSSPX) verbunden fühlen, sucht seit 2 Jahren eine Kirche in der Stadt Amiens. In dieser Diözese stehen über 400 Kirchen leer. Der Bischof zieht es jedoch vor, sie lieber verfallen zu lassen als sie den Traditionalisten von Mgr Lefebvre, trotz deren wiederholten respektvollen Bitten, zu öffnen. So wurde am Sonntag, dem 11. November, am Festtag des Hl. Martin, auf der Strasse ein „wildes“ – und dennoch feierliches - Hochamt gefeiert, und zwar mit 800 Gläubigen, unter starkem Regen und Sturm. Diese Messe wurde vor dem Kirche ‚Saint Germain der Schotte’ in Amiens gefeiert, einer Kirche, die seit 2 Jahren leer steht, nur wenige Schritte von der berühmten gothischen Kathedrale entfernt. Es ist als ob der Heilige Martin seinen Mantel umsonst mit einem armen Bettler, der vor Kälte zitterte, vor den Toren von Amiens geteilt hätte. - Wie konnte diese Situation aufkommen? Ein Flugblatt der FSSPX gibt Auskunft: „Seit 1972 feiert die traditionelle katholische Gemeinde von Amiens, mit Priestern von Mgr Lefebvre, in Frieden die heilige Messe entsprechend der heiligen Liturgie aller Zeiten, und zwar in einem Raum, der ihnen vom Generalrat der Somme-Präfektur vermietet wurde. Jedoch im Mai 2007 verkaufte der Generalrat dieses Haus einschließlich des gesamten Baugeländes, wodurch sich die traditionelle katholische Gemeinde von Amiens seit Montag 5. November 2007, dem Verfallstag des Mietvertrags, auf der Strasse befindet. Während der letzten 5 Monate machten diese Katholischen vielfältige Anstrengungen, um einen anderen Ort für ihre Messfeiern zu finden. Diese Bemühungen waren bisher erfolglos. In dieser kritischen Situation wandten sich diese Gruppe von Gläubigen an den Ortsbischof, Mgr Jean-Luc Bouilleret…, um von ihm die Bereitstellung eines Kirchenghebäudes in der Stadt Amiens oder deren Vororten zu erlangen. Dieser Antrag wirft materiell keinerlei Schwierigkeiten auf. Der Mangel an Priestern (nur ungefähr sechzig Priester sind z.Z. in der Diözese aktiv) bedeutet in der Tat, dass viele Kirchen in Amiens und dem Vorstadtbereich leer stehen und und an den meisten Sonntagen im Jahr unbenutzt sind… Eine solche Geste seitens Mgr Bouilleret würde dem Wunsch des Heiligen Vaters nach einer internen Aussöhnung in der Kirche vollauf entsprechen… Aber am 16. September setzte ein Brief des Bischofs diesem Antrag ein Ende: ‚Ich bedauere, Sie zu informieren, dass wir Ihnen keine Kirche, die unter meiner Verantwortung steht, zur zeitweisen Benutzung zur Verfügung stellen können’, schreibt der Prälat. Trotz all unserer Versuche bezüglich eines Kontakts, trotz all unserer Petitionen, und sogar unter Verweigerung jedweder persönlicher Begegnung, hat Mgr Bouilleret bis zum heutigen Tag seine Entscheidung aufrecht erhalten: keine Audienz, keine Kirchenbereitstellung, keine Öffnung!“ - Man erinnert sich an einen anderen Fall von „wilden Messen“, und zwar in der Pariser Umgebung, unter ähnlichen Bedingungen. Das war vor 20 Jahren, als die Kirche Sainte Genevieve von Argenteuil zuerst vom Bischof von Pontoise 15 Jahre lang an die Moslems verliehen worden war – wobei die Kirche zur „Moschee Quouba“ wurde -, dann wurde sie vom Bischof an die kommunistische Stadtverwaltung von Argenteuil verkauft, trotz eines Kaufangebots durch eine Gruppe von Katholiken, die sich der Tradition verbunden fühlen. Dieser marxistische Bürgermeister liess dann die Kirche am 5. November 1987 niederreissen, um an deren Stelle Sozialwohnungen zu errichten. Nach diesen Ereignissen hatten die Katholiken 18 Monate lang 18 verschiedene Kirchen der Val-d'Oise-Präfektur besetzt, darunter zweimal die Kathedrale St. Maclou in Pontoise und dreimal die Basilika von Argenteuil (wo die heilige Tunika Christi aufbewahrt wird), um die Sonntagsmesse zu feiern. Alles umsonst! Der Bischof von Pontoise - Mgr Thierry Jordan, heute Erzbischof von Reims – blieb steinhart. Diese Katholiken hatten sich damals zunächst auch an Kardinal Ratzinger gewandt (welcher sie freundlich in Rom empfing), sodann an Papst Johannes Paul II selbst, dem sie die folgende SOS-Meldung zukommen liessen: „Ein katholischer Bischof bevorzugt uns Moslems, Kommunisten, ja sogar Kirchenzerstörung und das Nichts. Wir erlauben es uns, Ihnen, unserem Heiligen Vater, diese Frage zu unterbreiten: hat unser Bischof das Recht, uns aufgrund der ‚Exkommunikation’ von Mgr Lefebvre seine leerstehenden Kirchen zu verweigern, die wir lebensnotwendig brauchen? Sollten wir in seinen Augen keine Kinder Gottes mehr sein, seine Brüder und Schwestern in Christus? Kann er uns die Brotkrumen, um die wir bitten, verweigern?“ - In Amiens sind weitere Heilige Messen für die folgenden Sonntage um 10 Uhr morgens vorgesehen und zwar diesmal „vor der Kathedrale“, wenn keine leere Kirche gefunden wird oder zumindest zeitweise zur Verfügung gestellt wird. – Die Koordinaten von Mgr Jean-Luc Bouilleret: 21 Rue François Génin, BP 43008, F-80030 Amiens Cedex 1, Tel. +33-322714612 oder 322714600, FS +33-322927725, eMail eveque@diocese-amiens.com. - (RU; vgl. RU 31/2007)

 

 

- - O.A.M.D.G. - -

 



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