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RU 19/2007 - BAYERN, FRANKREICH


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- BAYERN: Es ist bekannt, daß Frankreich seit dem Gelöbnis von Ludwig XIII im Jahre 1638, mit welchem er 'seine Person und sein Königreich' der Allerseligsten Jungfrau Maria weihte, das Land Unsere Lieben Frau (Notre Dame) ist. Aber wer weiß, daß auch Bayern sich der Königin des Himmels geweiht hat, und zwar genau vor 90 Jahren? Auf bischöflicher Ebene will niemand dieses Jubiläum begehen. Deshalb organisierte die Priestergesellschaft Skt-Pius X am Sonntag 6. Mai, zum großen Unmut des erzbischöflichen Sitzes von München, eine öffentliche feierliche Erneuerung der Weihe Bayerns an die Patrona Bavariae (Beschützerin von Bayern). Zuerst wurde eine feierliche Messe in der 'Residenz', dem Schloss der Innenstadt von München, in dessen größtem Raum, dem Herkulessaal mit einer Kapazität von 500 Leuten, gefeiert. Dann führte eine Prozession - mit Blaskapelle, Bannern, Ministranten und mehr als 40 Priestern und Mönchen - 1200 Gläubige zur berühmten "Mariensäule" im Stadtzentrum, um dort 40 Minuten lang einer eindringlichen Predigt von Pater Schmidberger zuzuhören und dann an der Erneuerung der Weihe an das Unbefleckte Herz der Allerseligsten Jungfrau Maria auf den Knien teilzunehmen. Der Priester hob die Gnaden hervor, mit der die Heilige Jungfrau Bayern während seiner ganzen Geschichte, nicht nur während den schrecklichen Zeit des 30-jährigen Kriegs mit Schweden, zukommen liess. Er wies jedoch auch darauf hin, daß es notwendig sei, dieses Marienschutzes würdig zu bleiben, indem man sich von den neuzeitlichen Irrwegen des Atheismus und des Materialismus abwende. - Was die Behauptung der Erzdiözese von München (Kardinal Wetter) anbelange, daß diese Prozession eine "Provokation" der Lefebvristen sei (eine nette Wortwahl!), erklärte Pater Schmidberger: "Vor dieser Festfeier zu Ehren der Patrona Bavariae - der Schutzfrau Bayerns - haben wir im Ordinariat angefragt. Dort hiess es, dass des Jubiläums der 90-jährigen Weihe des Landes in keiner Weise gedacht werde. Daraufhin haben wir der Muttgottes die Ehre erwiesen, und zwar öffentlich". Man bemängelte im Ordinariat auch, dass in den Einladungen zu dieser Marienweihe die Priesterbruderschaft nicht klar als Organisator ausgewiesen war (Frage der Redaktion: was will denn das Ordinariat? Dass die Priester und Gläubigen der Priesterbruderschaft einen gelben Stern tragen?). Desgleichen beteten die Gläubigen auch öffentlich "für unseren Heiligen Vater Benedikt XVI", der sich gerade hier an der Mariensäule von seiner Erzdiözese verabschiedet hatte, um als neuer Präsident der Päpstlichen Glaubenskongregation im Jahre 1982 nach Rom zu gehen. - (ru; vgl. Kreuz 7.5., fsspx 7.5.).

 

 

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- FRANKREICH. Die Katholiken Frankreichs fühlten sich erleichtert, als sie am Sonntagabend 6. Mai erfuhren, daß der neugewählte Präsident Frankreichs Nicolas Sarkozy heisst (53 Prozent der Stimmen), statt der roten Segolene Royal (47 Prozent). Sogar jene, die empfohlen hatten, leere Stimmzettel abzugeben, da sie unfähig waren, sich für den einen oder anderen zu entscheiden, da beide überzeugte Pro-Abtreiber seien, seufzten insgeheim: Deo gratias! Im Juni 2006 hatte der Kampf mit der Bekanntgabe des Präsidentschaftsbewerbers Segolene Royal angefangen, sie wolle 'die homosexuelle Ehe' und die Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare legalisieren: "Den Gleichgeschlechtlichen das Recht zur Eheschliessung zu geben, ist eine Notwendigkeit im Namen der Gleichheit, der Transparenz und der Toleranz... Gleichwohl ob für homosexuelle oder heterosexuelle Eltern, die Adoption ist vor allem ein Familienprojekt, und von dem Augenblick an, wo die gleichgeschlechtliche Ehe als Familie erkannt wird, haben sie das Recht, solche Familienprojekte zu realisieren." Im Gegensatz zu derartigen Utopien, die auf einen sozialen Umsturz der Welt hinzielen, hielt Sarkozy aufrecht, daß die Familie geschützt werden müsse: "Unser Modell muß die heterosexuelle Familie bleiben: Kinder brauchen einen Vater und eine Mutter", erklärte er. - Im Februar 2007, als die Kandidatin Royal, die ausser ihrem selbsterfundenen Monalisa-Lächeln nichts Royalistisches an sich hat, anfing, angesichts des wachsenden Erfolgs von Sarkozy zu verzweifeln, stürzte sie sich in das Versprechen, die Euthanasie einzuführen, in der Hoffnung dass dies ihr mehr Stimmen bringen würde: "Ich optiere für eine Gesetzgebung, die es den Leuten erlaubt, mit Würde dem intensivsten Leiden gegenüberzutreten", wimmerte sie. Kurzgesagt gab sie vor, es zu befürworten, dass man 'mit Würde sterbe', in Wirklichkeit aber wollte sie der Gesellschaft das Recht geben, die Alten umzubringen: ein dämonisches Projekt! Sarkozy stellte sich diesem Projekt entgegen, aber nicht gegen die Abtreibung, die am anderen Ende des menschlichen Lebens praktiziert wird: in beiden Fällen handelt es sich um die Vernichtung von menschlichem Leben, das den anderen nicht passt. - Was den extremen Laizismus der Roten, Freimaurer und anderer Unholde betrifft, erklärte Sarkozy in seinem Buch "Die Republik, die Religionen, die Hoffnung", daß es notwendig sei, "den Groll der vorausgehenden Generationen zu begraben, die Priester und Mönche verspotteten und lächerlich machten". Angesichts des moralischen Niedergangs Frankreichs kündigte er an: "Ich werde das hohe Statut der Arbeit, der Autorität, der Kompetenz, des Respekts und des Verdienstes wiederherstellen; ich werde der Nation und der nationalen Identität die Ehre zurückgeben." Nach diesen starken Worten wartet man nun auf deren Verwirklichung. - Gegenüber Europa, kritisierte Sarkozy, obwohl er ein starker Befürworter der Europäischen Union ist, das jüngste Verhalten von Brüssel, welches einige Länder des europäischen Ostens - insbesonders Kroatien und Polen - stark unter Druck setzt, welche Respekt für ihre christlichen Traditionen und Prinzipien fordern: "Ich rufe unsere europäischen Partner auf, ihre Ohren nicht vor dem Ärger von Leuten zu verschliessen, die in der Europäischen Union nicht eine schützende Macht, sondern ein troianisches Pferd bezüglich aller Gefahren, die mit den Änderungen in der Welt auf uns zukommen, erkennen." Ist es notwendig daran zu erinnern, daß seine Familie aus Ungarn einwanderte? - In den allerletzten Tagen des Präsidentschaftswahlkampfes brachte Frau Royal, in der vorausahnenden Angst, die Wahl zu verlieren, keck eine irrsinnige Anschuldigung vor: Sarkozy sei ein gefährlicher Diktator - eine deutliche Anspielung auf Hitler! - , dessen Wahl einen Bürgerkrieg zur Folge haben würde. Da spätestens merkten die Franzosen - und sogar ein großer Teil der Immigranten - daß es unmöglich war, für eine demagogische Lügnerin zu stimmen. Obwohl Jean-Marie Le Pen mit Sicherheit ein besserer Präsident für Frankreich - einschliesslich seiner ungeborenen Babys - gewesen wäre, wurde für den Augenblick das Schlimmste vermieden. Deo gratias! -( ru; vgl. LSN 7.5.)

 

 

- - O.A.M.D.G. - -



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