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RU 18/2007 - ÖSTERREICH, FRANKR., ITALIEN


- WELT: ABTREIBUNG. - Seit 12 Jahren erklärt die Vereinigung SOS MÜTTER (UNEC), welche Hunderte von Babys vor bevorstehender Abtreibung gerettet hat, dass die Abtreibung ein innterkatholisches Problem sei und weitgehend durch eine Anstrengung christlicher Liebe gelöst werden könne, ohne die wertvolle Zeit mit Aufrufen an Abgeordnete und andere Gangster zu vertun. Einige kürzliche Vorgänge beweisen die Richtigkeit dieser Analyse.

. ÖSTERREICH: Nach dem 'Hirtenbrief zur Fastenzeit' von Dr. Kapellari, Bischof von Graz und Vorsitzender der österreichischen Bischofskonferenz, in welchem er die Katholiken aufrief, sich mehr in dem Prolife-Kampf zu engagieren, stand ein Laie auf, um seinen Bischof mit einem offenen Brief zu kritisieren. Es ist kein unbekannter Laie, da es sich um Herrn Andreas Kirchmair handelt, Vater von 4 Kindern, ehemaliger Vorsitzender des Diözesankomitees der katholischer Organisationen der Diözese Steiermark. Er bezichigt seinen Bischof persönlicher Unglaubwürdigkeit und einer total erfolglosen Prolife-Strategie. Angesichts der jüngsten Skandale - die nicht-Exkommunizierung von Herrn Lugner, der direkt in seinem Supermarkt eine Abtreibungspraxis installierte, die Einladung von Pro-Abtreibungsärzten in katholische Institutionen, Besuch von Abtreibungspraktiken durch katholische Schulen... - sei es offenbar geworden, wie weit die Ideologie der Abtreibung bereits in unsere Kirche eingedrungen sei, und in welchem Ausmaß Personen, die in der Katholischen Kirche in Österreich verantwortlich sind, sich mit Kompromissen mit dem Massenmord an ungeborenen Kindern zurechtgefunden haben. Es sei notwendig, meinte Herr Kirchmeier, dass man endlich beginnt, diese Situation klar zu sehen. Zur Zeit seiner Prolife-Aktivität innerhalb des Bistums sei er ständig in Diözesankreisen auf eine Mauer des Schweigens und der Ablehnung gestossen. Seit 3 Jahren habe er nicht aufgehört, allerdings ohne Erfolg, über diesen Skandal mit Bischof Kapellari und anderen Bischöfen zu sprechen, und er sehe sich heute verpflichtet, in einem offenen Brief diese unerträgliche Situation allen bekannt zu machen, um die Gewissen aufzuwecken (Brief datiert vom 25. März 2007). Er klagt seinen Bischof für folgende Aktionen an: dass er das Abtreibungsgesetz friedlich toleriere, indem er die 'Kriminalisierung' ablehne (jeden Tag wird in Österreich 200 Babys das Leben genommen); dass er die Existenz des Evangeliums des Lebens und der Doktrin der Kirche über das Leben verdunkele, indem er es insbesonders vermeidet, die Abtreibung als eine 'Abscheulichkeit' (Vatikanum II) anzuprangern; dass er mildernde Ausdrücke wähle, um das Übel der Abtreibung zu verbergen, besonders durch die Wiederholung des falschen Slogans 'helfen statt strafen'; dass er es ablehne, die zahllosen Ehemänner und männlichen Partner ihrer miserablen Unredlichkeit, mit der sie auf die Zeugung ihrer Babys antworten, anzuklagen; dass er niemals das Begräbnis abgetriebener Babys befürworte; dass er die Prolife-Vigilien vor den Abtreibungskliniken verbiete; dass er es ablehne, als Bischof die öffentlichen Gebete für die Erhaltung des Lebens zu leiten; dass er es dulde, dass Abtreiber zu katholischen Institutionen und Zeitungen Zugang finden, wie der berühmte Abtreiberchef Dr. Fiala; dass er führende Leute katholischer Organisationen, die die Kirche betreffs der Verteidigung des Lebens kritisieren, nicht entlässt; dass er der Aufnahme der Einwanderer Priorität gibt, statt der Hilfe an Frauen, die in Gefahr stehen, ihre Babys abzutreiben... Er schlägt seinem Bischof vor, beim Lebensschutz Ungeborener unverzüglich Konkurs anzumelden, um endlich eine Lebensrettungsaktion in Österreich zu ermöglichen.

. IN FRANKREICH: ein Schlagaustausch, das vielleicht höflicher, aber nicht unwesentlicher war, kam zwischen dem Präsidenten des Verbandes Renaissance Catholique, Herrn Jean-Pierre Maugendre, und der Erzdiözese von Bordeaux, Sitz des Präsidenten der französischen Bischofskonferenz, Kardinal Jean-Pierre Ricard, zustande. Der Verein Renaissance Catholique, der für seine jährliche Durchführung eines Marschs für das Leben in den Strassen von Paris (4000 Teilnehmer), für seine Sommeruniversität (während einer vollen Woche, 300 bis 400 Teilnehmer), sowie für den Verkauf von Büchern vor Weihnachten mit der Widmung durch Hunderte christlicher Autoren u.s.w. bekannt ist, hatte am 14. Oktober 2006 bei Gelegenheit des Marschs für das Leben in Paris ein 'Bittschrift an die Bischöfe von Frankreich' veröffentlicht, damit sie es allen in Erinnerung rufen, dass bei den anstehenden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen von 2007 die Verteidigung der Lebenskultur das oberste Kriterium für die Wahlentscheidung der Katholiken sein müsse. Herr Maugendre wurde am 17. April am Sitz des Erzbischofs von Bordeaux empfangen, um die 5270 Unterschriften zu übergeben, die sein Verband unter der Bittschrift an die Bischöfe sammeln konnte. Nicht der Kardinal empfing ihn, sondern sein Sekretärin Pater Fayolle. Auf den klassischen Einspruch "Die Bischöfe sprechen, aber niemand hört ihnen zu, und noch weniger gehorchen ihnen", antwortete Herr Maugendre, daß die Bischöfe ihre Entschlossenheit zuerst in jenen Dingen, die von ihnen selbst abhängen, unter Beweis stellen sollten: z.B. abzulehnen, Parlamentariern und Ärzten, die die Abtreibung befürworten, die Heilige Kommunion zu reichen (Valery Giscard d'Estaing soll die Heilige Kommunion beim Begräbnis von Abbe Pierre in der Kathedrale Notre Dame von Paris empfangen haben); an der einen oder anderen Demonstration für das Leben, die in Frankreich organisiert werden, teilzunehmen; Laien, die auf dem Gebiet des Dienstes am Leben arbeiten, zu unterstützen; religiöse Organisationen mitzufinanzieren, die es versuchen, verweifelten schwangeren Frauen zu helfen; in den Terminalklassen katholischer Gymnasien die Enzyklika 'Evangelium Vitae' von Johannes Paul II studieren zu lassen; katholischen Kliniken und medizinischen Fakultäten Unterrichtung und Aktionen ohne Respekt für das Leben zu verbieten. - (vgl. www.suppliqueauxeveques.info; sjn 23.4.)

 

- ITALIEN: Erzbischof Angelo Bagnasco von Genua, der sich kürzlich stark gegen die Legalisierung homosexueller Unionen einsetzte, steht in Todesgefahr. Er hatte insbesonders die Frage gestellt: wenn es so weiter geht, warum sollen nicht auch Pädophilie und Inzest legalisiert werden? Er erhielt mehrere Todesdrohungen, darunter einen Brief mit einer Pistolenkugel. Ähnlich Drohungen wurden auf die Portale der Kathedrale von Genua gesprayt: "Tod für Bagnasco!" Gleichzeitig wurden Flugblätter, die pornographische Bilder mit der Heiligen Jungfrau Maria zeigten, in der Kathedrale abgelegt. Papst Benedikt XVI sowie der Außenminister des Vatikans Mgr Tarcisio Bertone telefonierten und telegrafierten Mgr. Bagnasco, um ihm während dieser Drohungen kraftvoll zur Seite zu stehen. Leibwachen umgeben ständig Mgr Bagnasco. Der Präsident der italienischen Republik Giorgio Napolitano sicherte dem Erzbischof seinen Schutz und seine persönliche Unterstützung zu. - (ru; vgl. LSN 1.5.)

 

 

.- - O.A.M.D.G. - -



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