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RU 42/2006 - PORTUGAL, ITALIEN


- PORTUGAL. Nun ist es tatsächlich soweit angekommen: das Land der Allerheiligsten Jungfrau Maria von Fatima, Portugal, riskiert, wie viele andere Länder eine Abtreibungsfabrik zu werden. Am 19. Oktober ratifizierte das Parlament den Vorschlag der neuen sozialistischen Regierung von Jose Socrates, über einen Volksentscheid die Abtreibung aufgrund einfachen Verlangens bis zur 10. Schwangerschaftswoche freizugeben. Es stimmten dafür: die Sozialisten. Stimmten dagegen: die Kommunisten und die Grünen (!). Stimmenthaltung: die Christdemokraten (!). Bislang war Abtreibung lediglich im Fall von Vergewaltigung, von angeborener Mißbildung des Babys oder bei ernster Gefahr für das Leben der Mutter zulässig. Schon im Jahre 1998 war ein Volksentscheid über das Thema Abtreibung, mit einer sehr geringen Mehrheit von 50,07 % der Stimmen dagegen, abgehalten worden, jedoch mit 68,11 % Stimmenthaltungen. Der neue Volksentscheid könnte bereits im Januar 2007 abgehalten werden, falls das Verfassungsgericht und der Präsident kein Veto einlegt, was vielleicht nicht mit Bestimmtheit auszuschliessen ist. Andererseits zögert die Kirche in diesem Kampf: der Patriarch von Lissabon, Kardinal Jose Policarpo, hat den Unentschiedenen Stimmenthaltung empfohlen. Zudem sei die Frage der Abtreibung keine religiöse Frage, sondern eine Frage der Grundethik (?). "Ich gebe natürlich keine Wahlempfehlung aus", erklärte der Kardinal. Ihm zufolge sollte nicht die Kirche die Kampagne für diesen Volksentscheid führen: "Es sollten vielmehr die Ärzte und die Familienväter sein, die das Nein verteidigen." - Es stellt sich leider immer mehr heraus, daß der Sieg der Abtreiber in Europa eine Folge des fehlenden Mutes der Schäfer der Kirche ist, die es nicht mehr wagen, das Leben der Babys mit absoluter Entschlossenheit zu verteidigen, auch wenn einige Bischöfe versuchen, zu protestieren. Abtreibung ist eigentlich ein internes Problem der Kirche geworden. Wenn die Christen wie ein einziger Mann gegen das Massaker der Babys aufstünden, gäbe es keine Abtreibung in Europa. Wird Benedikt XVI den Mut finden, diese katastrophale Situation radikal zu heilen? - (ru; vgl. AFP 3.10., WN 20.10.)

 

- ITALIEN: Zur 500-Jahrfeier der mysteriösen Ankunft des Schleiers "Veronika" - oder "Manopello"- nach Pescara in den Abruzzen, im Zentrum Italiens, pilgerte der Heilige Vater selbst am 1. September per Hubschrauber dorthin, um diese Reliquie zu verehren, von der die Tradition sagt, daß es der Schleier sei, den die Heilige Veronika Christus während seines Kreuzweges anbot, indem sie Blut und Schweiß von seinem Heiligen Antlitz wischte. In diesem genauen Moment sei das Bild seines Gesichtes auf dem Schleier entstanden, also "nicht von Menschenhand gemacht". Das Bild gleicht stark jenem auf dem Leichentuch von Turin, sowohl in den Abmaßen wie in vielen Details, außer daß "die Veronika" ein lebendes Antlitz zeigt. Forscher wiesen darauf hin, daß die beiden Bilder voll deckungsgleich sind und aus der gleichen Zeit stammen sollten. Pater Heinrich Pfeiffer SJ entdeckte vor 20 Jahren, daß dieser Seidenschleier von 24 x 17 cm das wahre Abbild Christ ist, die "Vera Icona" (Veronika), das "Volto Santo" (Heilige Antlitz), welches anscheinend beim Sacco di Roma (Anfang des 16. Jahrhunderts) aus dem Petersdom in Rom, wo es im 14. und 15. sehr verehrt wurde, verschwand. Diese Tatsache zeige an, sagt er, daß die "Veronika", die heute im Petersdom in Rom aufbewahrt wird, auf keinen Fall die berühmte "Veronika" sein könne, weil auf dem Tuch in Rom kein Bild (mehr) zu sehen ist. Pater Pfeiffer unterrichtet in der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und wird als Spezialist geschätzt. Einer populären Tradition zufolge -, die allerdings nicht im Neuen Testament zu finden ist - war Veronika eine von den frommen Frauen, die Jesus auf dem Weg zum Kalvarienberg begleiteten. Sie hielt ihm ein Tuch vor, um sein Gesicht abzuwischen, wobei das Bild von Christi Antlitz entstanden sei. Bei seinem Besuch berührte der Heilige Vater die Frage der Echtheit des Bildes von Manopello nicht, gemäss der üblichen Reserviertheit des Vatikans, was wissenschaftliche Vorgänge anbelangt. Andererseits predigte er den zahlreichen Pilgern, daß es notwendig sei, Jesu Heiliges Antlitz zu sehen und zu betrachten, den Gott, der Mensch wurde, um so zu einer regulären persönlichen Intimität mit Ihm zu kommen. "Auf Seinem Heiligen Angesicht sehen wir, wer Gott ist, und wie Er ist!", erklärte er. Und weiters: "Wir müssen versuchen, Gottes Angesicht besser kennenzulernen, um in ihm die Stärke der Liebe und des Friedens zu finden, um uns den Weg aufzuzeigen." - (ru; vgl. TD 15.9., IHT 2.9., M+V 2.9.)

 

- - O.A.M.D.G. - -



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